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Way of Hope


SOLIDARITÄT, SPIRITUALITÄT
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Diskussionsbeiträge
Forum Politik, Ökologie, Wirtschaft
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Auszüge aus Diskussionsbeiträgen beim 3. Treffen des Way of Hope

Forum „Politik, Wirtschaft, Ökologie“

Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir nicht mehr lange weitermachen.

  

Franz Küberl:

Wir wollen unsere Kultur auf die ganze Welt übertragen, obwohl bekannt ist, dass wenn alle so leben wie wir, die Welt nicht mehr lange bestehen würde. Aber wer kann es sich leisten aus der umtriebigen Geschäftstätigkeit auszusteigen. Moralisch würden wohl fast alle zustimmen, aber wer ist wirklich im realen Leben dazu bereit.
Wie können wir aussteigen? Nicht das Aussteigen an sich ist das Problem, sondern das fehlende WIR, das zum Aussteigen motiviert.
Vorstellung von gutem Leben ist sehr eng mit der Bekämpfung von Armut verknüpft. Gesellschaften in denen die Kluft von Arm und Reich kleiner ist, geht es in Summe besser.
Wenn die Soziale Schere aufgeht wird es teurer, weniger Steuern, mehr Kosten für Gesundheit, Soziales ...
Nur ein soziales Europa, das alle Menschen mit auf die Reise nimm, hat eine Chance auf eine Zukunft."
Christian Felber:
3 Konkrete Alternativen zu jetzigen Modellen an denen sich jeder beteiligen kann:
1.) Demokratischer Bank
2.) Gemeinwohlökonomie
3.) Neues Demokratiemodell

Existenz von Systemrelevanten Banken sind das Hauptproblem der Eurokrise. Banken werden nicht so gerettet wie es die Menschen brauchen, sondern die Systemrelevanten Banker bestimmen, welche Bank gerettet wird. Auch Banken sollten nicht privat sein, sondern wie Geld ein öffentliches Gut.
Kapitalvermehrung kann nicht Ziel unseres Wirtschaftssystems sein. Weder BIP noch Gewinne sagen etwas über den waren Nutzwert von Unternehmen aus.
Je solidarischer, ökologischer, demokratischer und vor allem sinnvoller ein Unternehmen wirtschaftet, desto erfolgreicher sind die Unternehmen.
Die parlamentarische Demokratie ist auch schon etwas überholt. Eine 2. "Aufklärung" ist auch schon im Gange, es braucht mehr direktere Mitbestimmung.
Sr. Ishpriya:
Stimmt ihren Vorrednern zu, betont aber besonders: Wir befinden uns in einem Quantensprung der menschlichen Evolution. Wir brauchen eine neue Aufmerksamkeit; eine innere Wachsamkeit, wie wir mit den Veränderungen auf der Welt umgehen. Wir brauchen die Weisheit zu sehen, die Weisheit Entscheidungen zu treffen und die Wachsamkeit die Richtung zu erkennen, in die es weitergehen soll. Wir müssen den Mut bekommen, etwas zu bewegen. Das kann nur in der Tiefe jedes einzelnen von uns passieren.
Nur im Erkennen unseres „Selbst“, können wir etwas bewegen.
Omar Al Rawi
Im Koran steht ein Vers, der sinngemäß meint, Gott wird nie etwas ändern, wenn nicht die Menschen selber etwas ändern wollen.
Wir müssen Sinn für Fairness und Gerechtigkeit entwickeln. Solidarität, Verteilen und Umverteilen sollte ein Grundprinzip werden. Man verarmt nicht wenn man etwas spendet.
Helga Kromp-Kolb:
Wir erkennen Veränderungen unserer Umwelt, die so nicht mehr weitergehen können, wenn wir wollen, daß 7 Mrd. Menschen einen Lebensraum haben wollen.
Schon 1985 sagte die Naturwissenschaft, die jetzigen Entwicklungen voraus. Unser jetziger Lebensstandard hat nicht mehr viel mit wirklicher Lebensqualität zu tun.
Wenn wir beim Klima so weiter tun, kommt der Punkt wo wir als Menschen nicht mehr die Bremse ziehen können. Möglicherweise haben wir diesen Punkt schon überschritten.
Der enorme Ressourcenverbrauch führt uns an unsere Grenzen. Dieser Verbrauch hat mit unserem Glauben an „Wachstum in Prozenten“  pro Jahr - sprich dem exponentiellem Wachstum - zu tun.
Wir müssen unseren Globus als ganzes sehen und müssen erkennen, daß er begrenzt ist.
Wir müssen ein Bild von der Zukunft zeichnen, das erstrebenswert ist; ohne diesen Ressourcenverbrauch.
Jeder muss die Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten übernehmen. Das müssen wir hinaustragen.
Wolfgang Kromp:
Die Wurzel des Problems ist, daß wir Menschen über uns Menschen zu wenig wissen. Wir haben die letzten 2000 Jahre die Utopie gehabt, daß wir unser Leben wie Bienen für das Gemeinwohl zu opfern bereit sind. Wir haben aber andere genetische Eigenschaften.
Wir haben seit 1000en von Jahren dieselben Probleme, wir sollten die Urzeit des Menschseins analysieren, um zu erkennen, wie wir Menschen wirklich ticken. Was sind unsere genetischen
Voraussetzungen, was können wir leisten, wie können wir zusammenleben?
Josef Riegler:
Die öko-soziale Marktwirtschaft wäre auch so ein Wirtschaftssystem, einen gemeinsamen Weg der neuen globalen Gestaltung zu gehen; fairer Welthandel, weltweite soziale Rahmenbedingungen, ein weltweit faires Steuer- und Finanzsystem, wären solche Ansätze.
Welche Schritte sind machbar mit den vorhandenen Instrumenten um nicht später aus der Asche alles neu aufbauen zu müssen?
- Steueroasen darf es nicht geben
- Spekulative Finanztransfers gehören besteuert
- Ratingagenturen müssen eingefangen werden - sie sind aus dem Ruder gelaufen.
- Banken müssen Dienstleister an den Menschen und an der Ökonomie und nicht Tempel der Spekulation sein
Wir brauchen eine spirituelle Hoffnung, um die Kraft zu haben, den positiven Prozeß des Lebens voranzubringen.
Leo Gabriel:

Es gibt eine Verdienstmöglichkeit an Produkten, die größer ist als an allen anderen Wirtschaften: Drogen, Waffen, ... Warum sind diese Verbrecher so mächtig geworden, daß sie halbe Kontinente in Geiselhaft halten? Der Begriff der Freiheit wurde in den letzten Jahrzehnten falsch interpretiert. Welche Freiheit ist es, Geld in Steueroasen zu parken? Welche Pressefreiheit haben wir?
Der Freiheitsbegriff gehört relativiert. Die, die mächtig sind, müssen in ihrer Freiheit andere auszubeuten eingeschränkt werden.
Aber die Empörung auf der Welt wächst. Es ist keinen Klassenkampf mehr, es ist ein Kampf aller Menschen gegen Systeme. Und es passiert auch bei uns, heute in Linz, Wien, Graz ; ein Aktionstag für eine neue Demokratie. Wir haben es mit einer neuen Generation zu tun, die das verlogene System nicht mehr aushält; ein System, in dem die Politik Handlanger der Wirtschaft ist.
Mein größtes Anliegen wäre es, dass die Energie der Einheit - die uns zusammenbringt - auch nach außen wirksam wird, um dieses System definitiv zu stürzen.
 
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